Das Projekt will die Bedingungen der erfolgreichen Verwendung
elektronischer Kommunikationshilfen durch Menschen mit schwerer
Infantiler Cerebralparese (ICP) unter natürlichen Bedingungen
untersuchen.
Die Symptome bei ICP
betreffen vor allem den Muskeltonus und schließen Beeinträchtigungen des
Sprachapparates mit ein, die von Beginn der sprachlichen Entwicklung an
Auswirkungen auf die Sprechfähigkeit der Betroffenen haben. Schwere ICP
kann den Erwerb der Lautsprache unmöglich machen. Bei schwerer ICP
kommen angesichts der massiven Einschränkungen der lautsprachlichen
Kommunikation oft Kommunikationshilfen als Ergänzung oder Ersatz für das
Sprechen zum Einsatz. Bei den im Projekt verwendeten
Kommunikationshilfen handelt es sich um elektronische Hilfen, die über
piktogramm-basierte Oberflächen verfügen und auch bei schweren
körperlichen Beeinträchtigungen über Augensteuerung angesteuert werden
können.
Es soll der Gebrauch
elektronischer Kommunikationshilfen in spontanen Gesprächen analysiert
und mit dem Gebrauch körpereigener Interaktionsmodalitäten (Blick,
Gestik, Artikulation) verglichen werden. Dadurch sollen Erkenntnisse
darüber gewonnen werden, für welche kommunikativen Anforderungen eine
elektronische Kommunikationshilfe geeignet ist und wann sie aufgrund der
Veränderungen, die sie für die face-to-face-Interaktion mit sich bringt, an ihre Grenzen stößt.