Essen in Deutschland

Ebenso vielfältig wie die deutsche Landschaft ist auch die deutsche Küche, was sicher auch an

den verschiedenen landschaftlichen Einflüssen liegt.

So gibt es in Norddeutschland, an der Nord- und Ostsee, aber auch an den vielen Seen der

Mecklenburger und der Holsteiner Seenplatte naturgemäß viele Fischgerichte, während in den

Mittelgebirgen und anderen waldreichen Gebieten wie in Hessen Wild häufig als Regionen

Spezialität gilt.

Zudem ist Deutschland durch seine zentrale Lage in Europa dazu prädestiniert, kulturelle

Einflüsse aus seinen Nachbarländern aufzunehmen und mit der eigenen (Eß-) Kultur zu

verschmelzen.

So fanden in Bayern Knödel aus der Tschechoslowakei Eingang in die deutsche Küche, in ganz

Deutschland erfreut sich das ursprünglich ungarische Gulasch größter Beliebtheit.

Vielfach läßt sich heute gar nicht mehr ausmachen, woher bestimmte Rezepte kommen und die

deutsche Küche verschmilzt z. B. Mit der österreichischen so sehr, daß ein "Wiener Schnitzel"

für viele das typisch deutsche Essen überhaupt ist.

Kleinere Kinder halten häufig aber auch schon relativ exotische, der deutschen Küche fremde

Gerichte wie Spaghetti, Tiramisu oder Cevapcici für heimisch in Deutschland, weil sie ihnen so

geläufig sind.

Heute überwiegen chinesische, italienische, griechische und andere ausländische Restaurants

bei weitem über die traditionellen Gaststätten mit gutbürgerlicher deutscher Küche in

Deutschland, wobei dieser Trend wiederum in Norddeutschland stärker ausgeprägt ist als im

Süden der Republik.

Generell hält sich die Vorliebe für deftige Küche im Süden nachhaltiger als im Norden,

außerdem wird die süddeutsche, vor allem die badische Küche von einer Mehrheit der

Deutschen für die bessere gehalten.

Als Beilage sind im Norden zahlreiche Kartoffelgerichte wie Bratkartoffeln, Kartoffelmus,

Salzkartoffeln u. a. typisch, während im Süden Nudeln wie die aus Schwaben kommenden

Spätzle häufiger sind, diese stark regionalen Ausprägungen nehmen jedoch heutzutage ab und

machen allgemein einer größeren Vielfalt und Auswahl auf dem Speiseplan Platz.

In Ostdeutschland mehren sich seit der Wiedervereinigung die Imbißbuden und

Fast-Food-Restaurants, die in der ehemaligen Bundesrepublik schon früher ihren Siegeszug

antraten.

Die traditionelle deutsche "Currywurst" oder das halbe Hähnchen als Imbiß wird zunehmend

nicht nur von amerikanischen"Burgern", "Hot Dogs", "Donuts und anderem abgelöst, sondern

auch von "Döner Kebabs", Pizzas und seit der Zunahme von Vegetariern auch von "Falafeln"

und anderen fleischlosen Snacks.

Hier zeigen sich internationale Modeerscheinungen ebenso wie der zunehmende Einfluß

ausländischer, in erster Linie türkischer Einwanderer in die BRD.

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REZEPTE:

Einfache Weihnachtsplätzchen:

Zutaten:

250 g Weizenmehl

1/2 Teelöffel Backpulver

50 g Zucker oder flüssiger Honig

200 g Margarine oder Butter

2 Päckchen Vanillezucker

2 Eßlöffel Johannisbeergelee

Zubereitung:

Aus den Zutaten (außer Johannisbeergelee) einen Teig kneten, den Teig 1/2 cm dick ausrollen

und Formen ausstechen.

In der Mitte der ausgestochenen Formen kleinere Formen ausstechen und auf ein mit Backpapier

ausgelegtes Backblech legen.

Die Kekse 10 Minuten bei 200 Grad im vorgeheizten Backofen backen.

Das Johannisbeergelee unter Rühren aufkochen, bis es flüssig wird und in die Mitte der Kekse

füllen.

Kalt und fest werden lassen- und Guten Appetit!

Wer sich die Plätzchen an den Weihnachtsbaum hängen möchte, muß in die Teigformen kleine

Löcher stechen, bevor er sie bäckt, um dann ein Band hindurchziehen zu können.