Landeskunde WS 1997/98

Deutsch als Fremdsprache - Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

  Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i. Brsg. Deutsches Seminar Deutsch als Fremdsprachenphilologie “Landeskunde im Fremdsprachenunterricht“ Dr. Helmut Rössler Arbeitsgruppe: Politik

Von der Bundespolitik zur Kommunalpolitik in der Bundesrepublik Deutschland

Inhalt: I. Die Bundesrepublik Deutschland A Geographie B Politik

II. Das Land Baden -Württemberg A Geographie B Politik

III. Die Stadt Freiburg im Breisgau A Geographie B Politik: - Wie funktioniert Kommunalpolitik? - Der Freiburger Gemeinderat

I. Die Bundesrepublik Deutschland

A Geographie

Aufgabe 1

Jeder Student / jede Studentin wählt ein Land aus. Er muß die geographische Lage beschreiben und den Anfangsbuchstaben der Hauptstadt nennen. Die anderen Studenten müssen Land und Hauptstadt erraten und beide in ihre leere Karte einfügen.

Beispiel: Mein Land liegt im Südosten. Die Hauptstadt fängt mit „M“ an. Na? Richtig: Das Land heißt Bayern. Die Hauptstadt ist München.

Aufgabe 2

16 Länder - 16 Fragen ! Ein Kreuzworträtsel: Das Lösungswort führt uns in das Land, mit dem wir uns anschließend beschäftigen wollen.

1. Wie heißt die Hauptstadt von Deutschland? _ _ _ _ _ _

2. Die Haupstadt ist Dresden. Wie heißt das Land? _ _ _ _ _ _ _

3. Ein kleines Land im Westen. _ _ _ _ _ _ _ _

4. Ein Land in der Mitte _ _ _ _ _ _

5. Die Hauptstadt von Bayern _ _ _ _ _ _ _

6. Die Hauptstadt von Hessen _ _ _ _ _ _ _ _ _

7. Das Land östlich von Hessen _ _ _ _ _ _ _ _ _

8. Ein Land an der Ostsee_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _-_ _ _ _ _ _ _ _ _ _

9. Das nördlichste Land _ _ _ _ _ _ _ _ _ - _ _ _ _ _ _ _ _

10. Die Haupstadt von Brandenburg _ _ _ _ _ _ _

11. Hauptstadt = Land _ _ _ _ _ _

12. Hauptstadt von Sachsen-Anhalt _ _ _ _ _ _ _ _ _

13. Das größte Land _ _ _ _ _ _

14. Hauptstadt von Sachsen _ _ _ _ _ _ _

15. Ein Land mit vielen Inseln _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _

16. Das Land um Berlin herum _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _

Lösungswort: _ _ _ _ _ - _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _

B Politik

Wer wählt wen?

Mit Hilfe der Graphik sollst Du das politische System der Bundesrepublik besser verstehen:

Lückentext: Setze die Begriffe und Verben in der richtigen Form in die freien Felder ein:

Bundeskanzler, die exekutive Gewalt, Parlament, Staatsoberhaupt, Bundesrat, Abgeordnete, Bundesregierung, Bundespräsident, Bundesversammlung, die legislative Gewalt, Bundestag.

wählen, entsenden, berücksichtigen, beschließen, zusammensetzen, vertreten, repräsentieren.

Der derzeitige ________________heißt Roman Herzog und ist das _________________der Bundesrepublik. Der Bundespräsident wird von der ___________________alle fünf Jahre gewählt, die sich aus dem Bundestag und aus Delegierten der Länderparlamente ____________________. Wirkliche Macht besitzt der Bundespräsident aber nicht; er ist nur repräsentativ tätig. Der 'echte' Chef ist Helmut Kohl, der _______________. Zusammen mit seinen Ministern bildet er die _____________. Sie stellt ___ _________ __________dar. Die Bürger _________ ____Bundestag, der auch _____________ genannt wird. Der Bundestag wird alle vier Jahre neu gewählt. Die Mitglieder des Parlaments heißen auch _____________. Der Bundestag _____________Gesetze und ist ___ _________ ___________. Außerdem wählt er den Bundeskanzler und kontrolliert die Bundesregierung. Die Länder sind durch ___ ______________vertreten. Jede Landesregierung _____________ Vertreter in den Bundesrat. In ihm werden die Länderinteressen bei der Gesetzgebung ___________.

III.

a) Geographie Freiburg siehe: http://www.uni-freiburg.de/regio/stadtfreiburg.htm/

b) Schaubild zu der Kommunalpolitik:

Vokabeln: Der Gemeinderat- Der Bürgermeister- Bürger und Bürgerinnen- leiten- besetzen- kontrollieren- Verwaltung- Ausschüsse.

Erklärung des Schaubildes:

Die Bürgerinnen und Bürger wählen die Gemeinderäte und den Bürgermeister in ihren jeweiligen Gemeinden. Der Gemeinderat kontrolliert den Bürgermeister, wobei dieser den Gemeinderat leitet. Ausschüsse werden von dem Gemeinderat besetzt und die Verwaltung von dem Bürgermeister geleitet. Die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinden können Einfluß auf Entscheidungen im Gemeinderat haben, indem sie ein Bürgerentscheid oder ein Bürgerbegehren gründen.

Die Bundesrepublik Deutschland ist ein dezentral organisiertes politisches System. Sie hat mehrere eigenständische politische Ebenen, nämlich Bund, Länder und Gemeinden. Die kommunale Selbstverwaltung in der Bundesrepublik Deutschland wird in Artikel 28 Absatz 2 des Grundgesetzes garantiert. Im Folgenden soll nun die Kommunalverfassung Baden-Württembergs vorgestellt werden.

Das System:

Die Bürgerinnen und Bürger wählen den Bürgermeister und den Gemeinderat in Baden-Württemberg direkt, worin eine starke Beteiligungsmöglichkeit des Volkes an der Kommunalpolitik besteht. Der Gemeinderat, der sich aus verschiedenen Parteien zusammensetzt, hat die Aufgabe den Bürgermeister zu kontrollieren und Ausschüsse zu besetzen. Gleichzeitig kommt dem Bürgermeister in Baden-Württemberg eine starke Schlüsselstellung zu, indem er den Vorsitz führt und die Verwaltung leitet. Er kann als gewählter Representant des Volkes vor den Rat treten und seine Vorstellungen unter Berufung auf den Volkswillen durchsetzen.

Die Bürgerinnen und Bürger bestimmen somit die Besetzung der Gemeinderatspositionen und die des Bürgermeisters. Der Bürgermeister hat drei Hauptfunktionen zu erfüllen: den Ratsvorsitz, die Verwaltungsleitung und die Vertretung nach außen. In Baden-Württemberg wird der Bürgermeister auf 8 Jahre von den Bürgerinnen und Bürgern gewählt. Außerdem können sie über einen Bürgerentscheid oder ein Bürgerbegehren auf Entscheidungen, die im Gemeinderat diskutiert werden, Einfluß nehmen. Ein Bürgerbegehren kommt dann zustande, wenn 15% der stimmberechtigten Bürger das Bürgerbegehren unterschrieben haben. Ein Bürgerentscheid dagegen kommt zustande, wenn 30% der Stimmberechtigten im Sinne der Entscheidungsfrage gestimmt haben. Die Entscheidungsgegenstände sind jedoch eingeschränkt auf wichtige Gemeindeangelegenheiten.

Die wichtigsten Aufgaben des Gemeinderates:

- Straßenbau,Verkehrswesen - Versorgung, Wohnungswesen - Erziehung - Gesundheits- und Jugendpflege - Öffentliche Sicherheit - Staatliche Aufgaben - Sozialhilfe - Bildung und Kultur